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Geldstrafe für Google und Meta wegen Verstoßes gegen das Datenschutzgesetz in Südkorea

    Google und Meta haben in Südkorea gegen das Datenschutzgesetz verstoßen und wurden zu einer Geldstrafe von 71,8 Millionen Dollar verurteilt.

    Laut der Aufsichtsbehörde hatten Google und Meta keine gültige Genehmigung von den Nutzern erhalten, als sie Daten für personalisierte Werbung von ihren Webseiten-Besuchern, anderen Webseiten und Apps sammelten.

    Langfristig gesehen hat Google den Nutzern bei der Anmeldung zu seinem Dienst keine klare Erklärung über die Sammlung und Verwendung von Verhaltensdaten gegeben und die Standardauswahl auf "zustimmen" gesetzt, während andere über den Einstellungsbildschirm verfügbare Optionen verborgen blieben.

    Außerdem wurde festgestellt, dass Meta gegen die Gesetze zum Schutz personenbezogener Daten verstoßen hat.

    Daraufhin verhängte die Personal Information Protection Commission (PIPC) gegen Google eine Geldstrafe in Höhe von 50 Millionen Dollar und gegen Meta eine Geldstrafe in Höhe von 22 Millionen Dollar und verpflichtete die Unternehmen, die Verstöße abzustellen.

    Dies ist die höchste Geldstrafe, die jemals in Südkorea für Verstöße gegen die Datenschutzbestimmungen des Landes verhängt wurde, und die erste Strafe für die Sammlung und Nutzung von Verhaltensdaten auf Plattformen für gezielte Online-Werbung.

    Internationale Aufsichtsbehörden haben Google und Meta in den letzten Jahren häufig wegen Verstößen gegen Datenschutzgesetze bestraft.

    • Die französische Datenschutzaufsichtsbehörde verhängte gegen Google 2019 eine Geldstrafe in Höhe von 57 Millionen US-Dollar im Rahmen der DSGVO.
    • Facebook wurde 2020 mit einer Geldstrafe in Höhe von 550 Millionen Dollar belegt, weil es beim Sammeln personenbezogener Daten durch Foto-Tagging die BIPA-Anforderungen nicht erfüllt hatte.
    • Im Jahr 2021 wurde WhatsApp wegen mangelnder Transparenz im Rahmen der EU-Datenschutzgesetze mit einer Geldstrafe in Höhe von 225 Millionen Euro belegt.
    • Google wurde im Juni 2022 zu einer Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen Dollar verurteilt, weil es über seine Fotos-App Gesichtserkennungsdaten gesammelt hatte.
    • Die irische Datenschutzbehörde verhängte gegen Instagram in diesem Monat eine Geldstrafe in Höhe von 405 Millionen Euro wegen der Verletzung der Privatsphäre von Kindern.
    • Facebook wurde 2022 mit einer Geldstrafe in Höhe von 17 Millionen Euro belegt, weil es gegen EU-Datenschutzvorschriften verstoßen hat.

    Die meisten Menschen geben Daten weiter, ohne groß darüber nachzudenken. Sie stellen Unternehmen Informationen zur Verfügung, indem sie Waren kaufen, sich in E-Mail-Listen eintragen, Apps herunterladen und andere Aktivitäten durchführen. Sie erwarten auch, dass die jeweiligen Unternehmen diese Daten vertraulich behandeln.

    Leider kommen die betreffenden Unternehmen dieser Herausforderung häufig nicht nach und geben wertvolle Daten preis.

    Wie Sie sehen, kann die Verletzung von Datenschutzgesetzen zu hohen Geldstrafen und einem Vertrauensverlust in der Öffentlichkeit führen.