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Instagram - Social-Media-Plattform im Besitz von Meta - muss 405 Millionen Euro Strafe wegen Verletzung der Privatsphäre von Kindern zahlen

    Die irische Datenschutzbehörde hat den Eigentümer von Instagram, Meta, zu einer Geldstrafe in Höhe von 405 Millionen Euro (349 Millionen Pfund) verurteilt, weil es Jugendlichen ermöglicht hat, Profile zu erstellen, die ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen der Öffentlichkeit preisgeben (The Guardian).

    Nach einer zweijährigen Untersuchung möglicher Verstöße gegen die Allgemeine Datenschutzverordnung (DSGVO) der Europäischen Union bestätigte die Datenschutzkommission die Strafe, dass Instagram die Privatsphäre von Kindern verletzt.

    Nutzer im Alter von 13 bis 17 Jahren durften auf Instagram Geschäftskonten betreiben, in denen ihre Telefonnummern und E-Mail-Adressen angezeigt wurden. Die Datenschutzbehörde entdeckte auch, dass die Plattform einen Benutzerregistrierungsprozess aufwies, bei dem die Konten von 13- bis 17-jährigen Benutzern automatisch auf öffentlich gesetzt wurden.

    Dies ist nicht der erste Verstoß des Social-Metaverse-Unternehmens Meta.

    • WhatsApp muss 225 Millionen Euro Strafe für Datenschutz zahlen
    • Facebook wurde wegen Datenschutzverstößen zu einer Geldstrafe von 17 Mio. Euro verurteilt

    Die Datenschutzkommission verhängt eine Geldstrafe gegen Meta, weil das Unternehmen seinen Hauptsitz in Irland hat. Berücksichtigt man Amazon, das 746 Mio. Euro für Verstöße gegen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zahlen musste, ist der Verstoß von Instagram die zweithöchste Geldstrafe im Rahmen der DSGVO.

    Nach Enthüllungen über die Auswirkungen von Instagram auf die psychische Gesundheit von Teenagern hat Meta im vergangenen Jahr die Entwicklung einer Version der Social-Media-Plattform für Kinder gestoppt.

    Um die von Eltern, Fachleuten und Behörden aufgeworfenen Fragen zu klären, kündigte Instagram an, die Arbeiten zu pausieren". Diese Maßnahme wurde als Reaktion auf die Enthüllungen der Whistleblowerin Frances Haugen ergriffen, wonach Facebooks eigene Untersuchungen darauf hindeuten, dass Instagram Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Mädchen in Bezug auf Themen wie Körperbild und Selbstwertgefühl haben könnte.

    Laut Instagram wurden die Kontaktinformationen der Nutzer vor September 2019 zu Geschäftskonten hinzugefügt, und die Nutzer wurden während des Einrichtungsprozesses darüber informiert. Wenn nun ein Nutzer unter 18 Jahren der Plattform beitritt, wird sein Konto automatisch auf privat gesetzt.

    Dies war ein schwerwiegender Verstoß, der Kindern, die Instagram nutzen, tatsächlich schaden kann und ernsthafte Auswirkungen auf den Datenschutz hat.

    Während es für Meta schwierig sein wird, die heutigen Schlagzeilen zu lesen, wird TikTok - ein weiteres Social-Media-Unternehmen - die Ereignisse wahrscheinlich aufmerksam verfolgen, da es derzeit von der Datenschutzbehörde wegen seines eigenen Umgangs mit Kinderdaten untersucht wird. Allerdings hat die Datenschutzbehörde diese Untersuchung erst vor einem Jahr eingeleitet, so dass es wahrscheinlich noch eine Weile dauern wird, bis ein Ergebnis vorliegt.